| »Schuberts Rosamunde« | |
| von Till Bastian mit Musik von Franz Schubert | |
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Dr. Till Bastian, Arzt und Schriftsteller, in Isny lebend und seit 1994 maßgeblich am Opern-Trägerverein beteiligt, war inspiriert durch Schuberts »Rosamunde«-Musik und schrieb Szenen, die als Sprechschauspiel zwischen die einzelnen Musiknummern eingefügt wurden. Die Szenen stellten anschaulich Momente aus Schuberts Leben dar. Unter Leitung von Hans-Christian Hauser wurde ein Kostümbild in warmen Erdfarben der Schubert-Zeit zusammengestellt; einzelne passende Möbel und eine Leinwand für Schattenrisse und Projektion bildeten die Bühne. Franz Schubert wurde in sehr überzeugender Weise von dem 22-jährigen Isnyer Mathias Hofer gespielt, Schober von Wolfgang Mirlach. Gesangsstudent an der Hochschule für Musik München, Helmine von Chezy in reizvollem Kostüm und Frisur spielte Isabella Tarasiuk und sang als solche auch mit dunklem Timbre »Der Vollmond strahlt auf Bergeshöhn«. Die Mezzosopranistin studierte an der Münchner Musikhochschule. Ansonsten wirkten noch zwei Isnyer Schüler mit. Hans-Christian Hauser selbst spielte die Rolle des Schubert aufmunternden Moritz von Schwind und wechselte zwischen Dirigentenpult und Bühne. Die ernsten Szenen wechselten sich ab mit der blühenden Schubert-Musik, die vom internationalen Orchester der Isny-Oper gespielt wurde. Einige Laienchorsänger der Region bildeten einen engagierten kleinen Chor. Man gab das Stück in Isny sowie in Theatern in Kempten und Bregenz. Der Besuch war nicht sehr gut, das Echo gespalten; eine begeisterte Pressekritik erntete man wieder einmal (nach 1996) im verwöhnten Bregenz. Passend zum Grundton des Stücks hatte man den November als Spieltermin ausgesucht. | |