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| Zur Operette »Der Vogelhändler« von Carl Zeller |
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Kurfürstin Marie ist inkognito, in Begleitung ihrer Hofdame Adelaide, ihrem Gatten hinterher gereist, um ihn bei seinem »Jagdabenteuer« zu überraschen. Statt seiner jedoch erwischt sie Baron Weps und seinen Neffen Stanislaus, der - wieder einmal in Geldnöten - die Bevölkerung eines Ortes in der Pfalz um Geld erpresst hat, indem er sich für den Kurfürsten ausgab.
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Zu den Leid-Tragenden des Schwindels gehört die Posthalterin Christel, die sich in einer geheimen »Audienz« dafür eingesetzt hat, dass der mittellose Vogelhändler Adam die Stelle als Menagerie-Inspektor bekommt, damit die beiden endlich heiraten können. Die Kurfürstin, die mehr als nur ein Auge auf den schmucken Vogelhändler geworfen hat, vereint selbstlos die jungen Liebenden miteinander, und ganz beiläufig findet sich auch noch ein zweites Pärchen.
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Der Komponist Carl Zeller, von Haus aus Jurist, Kunstreferent im österreichischen Unterrichts-Ministerium, hat mit seinem Vogelhändler eine unverwüstliche Erfolgsoperette geschaffen, die trotz werktreuer Inszenierung keineswegs verstaubt ist. Das heitere Verwirrspiel um Liebe, Eifersucht und Bestechlichkeit spielt im deutschen Rheinland, bringt aber mit dem Vogelhändler Adam aus Tirol ebenso alpenländische Folklore auf die Bühne.
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Zellers Meisterwerk mit seiner fein gearbeiteten Partitur brachte es nach seiner Uraufführung am 10.01.1891 auf beachtliche 184 Aufführungen in Folge allein im »Theater an der Wien«, und ist bis heute von keinem Spielplan wegzudenken. Melodien wie »Grüß' euch Gott, alle miteinander«, »Ich bin die Christel von der Post« oder »Schenkt man sich Rosen in Tirol« sind wahre Klassiker geworden.
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